Freie Platzwahl

Teil 2 meiner Beitragsreihe zum Thema „Unterricht öffnen – mit Hund“

Ein passender Arbeitsplatz kann das Lernen unterstützen.
Darum können die Kinder in der Klasse selbst wählen, wo sie arbeiten, welche Sitzmöglichkeit sie nutzen und welche Lernumgebung sie gerade brauchen.

Schritt für Schritt

Die freie Platzwahl haben wir schrittweise eingeführt, gemeinsam besprochen und immer wieder reflektiert und angepasst.

Die Kinder können auf diese Weise mehr mitgestalten, gleichzeitig geben klare Strukturen Orientierung und Sicherheit.

Lernumgebung

Der Klassenraum bietet verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Sitzmöbeln und Lernbereichen:

  • Einzel-/ Partnerarbeitsplätze
  • Gruppentisch
  • kleine Rückzugsorte
  • Boden- und Teppichplätze
  • Steharbeitsplätze
  • gemütliches Sofa
  • Bänkekreis

Die Kinder wählen den Lernort, der gerade am besten zu ihnen passt.

Freiheit braucht Struktur

Im Bänkekreis haben alle Kinder einen festen Platz. Von dort aus wählen sie jeden Morgen reihum ihren Arbeitsplatz aus. Sie überlegen dabei: was brauche ich gerade, um gut arbeiten zu können?

Es gibt in der Klasse eine Übersicht aller Lernbereiche. Die Kinder sehen welche Plätze es gibt und wie viele Kinder dort arbeiten können. Und wer möchte, behält einen festen Platz.

Lernumgebung und Schulhund

Lotte nutzt verschiedene Plätze im Klassenraum und darf sich frei im Raum bewegen.

Sie kann selbst entscheiden wo sie liegen möchte, wann sie Nähe sucht und wann sie sich zurückzieht.
Überwiegend hält sie sich im Kreisbereich auf.

Auf Augenhöhe mit dem Schulhund

Die Lernumgebung verändert auch die Begegnungen mit Lotte.

Wenn Kinder am Boden, auf dem Teppich oder an niedrigen Sitzplätzen arbeiten, begegnen sie ihr auf Augenhöhe.

Das schafft Nähe, positive Atmosphäre, Ruhe und Vertrauen.
Viele Begegnungen ergeben sich so natürlich aus dem Unterricht heraus.

Struktur für alle

In der Arbeit mit Lotte wird für mich immer wieder sichtbar: was Kindern beim Lernen hilft, kann auch für den Schulhund bedeutsam sein.

Auch Lotte braucht Orientierung, Wahlmöglichkeiten, Rückzugmöglichkeiten und selbstbestimmte Nähe und Distanz.
So entstehen Lernräume, die den Bedürfnissen aller gerecht werden.

Freie Platzwahl

… bedeutet bei uns:

  • passende Lernorte
  • Selbstständigkeit
  • eine positive Lernatmosphäre
  • Selbstverantwortung
  • Begegnungen auf Augenhöhe
  • Raum für die Bedürfnisse von Kindern und Hund

Ich erlebe immer wieder, dass Unterricht zu öffnen nicht nur für die Kinder wertvoll ist.
Auch die Bedürfnisse des Hundes lassen sich so bewusst berücksichtigen.

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